
Guntram Rinke wurde 1910 als vierter Sohn des preußischen Offiziers Reinhold Rinke und seiner Ehefrau Maria Rinke geboren.
Schon Mitte der Dreißiger Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts erreichte Guntram Rinke eine führende Position bei den Berliner Kokswerken, deren Gruben überwiegend in Schlesien lagen. Er baute seine Position am Standort Berlin aus, und weil die Energie-Versorgung als "kriegswichtig" eingestuft war, wurde er erst im Herbst 1944 eingezogen.

Irene Rinke wuchs im Danziger Vorort Zoppot bei ihrer deutsch-polnischen Mutter auf und floh am ersten Kriegstag nach Posen, von wo aus sie über Berlin emigrieren wollte. Auf dieser Zugfahrt von Posen nach Berlin lernte sie Guntram Rinke kennen – und lieben.

Sobald es möglich wurde, heirateten die beiden: nach dem zweiten Weltkrieg.
1946 kam ihr einziger Sohn Hanno zur Welt. Schon im Juni 1945 war Guntram Rinke für die Energie-Versorgung Groß-Berlins von den vier Siegermächten eingesetzt worden.
1948, während der Blockade, war er für die Kohle-Versorgung West-Berlins aus der Luft verantwortlich.

Er behielt die Geschäftsführung seiner eigenen Gesellschaft „Deutsche Montan“ im Berliner Westhafen bei, als er 1953 hauptberuflich nach Hamburg zu Otto Stinnes wechselte, wo er als Niederlassungsleiter für Energie und Schifffahrt zuständig war.
Schon Mitte der Sechziger Jahre engagierte sich Guntram Rinke im damals bei Industriekreisen noch wenig ernst genommenen Umweltschutz und wurde Anfang der Siebziger Jahre Mitbegründer der Abfall-Verbrennungs-Gesellschaft AVG in Hamburg, der ersten privaten Anlage dieser Art in der Bundesrepublik.

Dieses Unternehmen arbeitete außerordentlich erfolgreich und wurde in den Achtziger Jahren auch von den neu etablierten „Grünen“ als vorbildlich eingestuft.
1989 wurde die AVG an die damalige VEBA verkauft. Der Verkaufserlös bildete den Grundstock des Vermögens, mit dem jetzt die Stiftung von Hanno Rinke, Sohn von Guntram und Irene Rinke, betrieben wird.