Roger Willemsen

Roger Willemsen

"Der Knacks"

Aus der Begründung der Jury:
„Die Wissenschaft hat sich der Erfahrung von Traumata und Katastrophen gewidmet. Dem ›Knacks‹ hat sich bisher kaum jemand gewidmet. Kein Wunder: das Wort ›Knacks‹ gehört der Umgangssprache an und hat etwas Anrüchiges. Roger Willemsen hat es gewagt, sich dieser Zwischen-Kategorie ›Knacks‹ zuzuwenden, der weder das Überwältigende der Katastrophe noch das Belanglose des Alltags zukommt. Das (schmerzliche) Lebensgefühl, das der K. hervorbringt, scheint in ›Der Knacks‹ in detaillierten Beschreibungen und in poetischen Bildern und Szenen auf. Roger Willemsen hat eine Form gefunden, die selbst eine Zwischen-Form ist, insofern sie an Literatur, Wissenschaft, Philosophie teilhat und Dialoge, Zitate sowie narrative, aphoristische und essayistische Passagen verknüpft. Es ist dieses Ineinander der Formen und Szenen, das – verknüpft mit dem Blick auf das Dazwischen – neue Erkenntnisse ermöglicht und Empathie und Verständnis weckt. Anhand partikularer Geschichten nimmt der Autor einen universellen Schmerz – und das entsprechende Lebensgefühl – in die literarische Erinnerung auf. Der Satz ›Der/Die hat einen Knacks‹ wird in Zukunft anders klingen als bisher.“


Die Preisverleihung fand am 6. Mai 2009 im Hamburger Hotel „Vier Jahreszeiten“ statt.

 

 

 

 

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