
Erster Bürgermeister

„Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ war vor langem schon ein literarisches Thema – bei Peter Handke, verfilmt durch Wim Wenders. Aber im vorliegenden Fall ging es nicht um Angst in Prosa. Hier war man „Dichter am Ball“. 50 Lyriker sind dem Wort so lange hinterher gejagt, bis ein Gedicht ihre Gedanken auf den Punkt brachte: und dann über die Torlinie zum Literaturpreis der Guntram und Irene Rinke Stiftung!
Den 2007 erstmals verliehenen Literaturpreis haben wir dem Engagement des Hamburger Stifter-Ehepaares Rinke zu verdanken. Und den Siegern verdanken wir die tiefen Einblicke ins sportliche Detail sowie die Erinnerung an viele spannende WM-Saisons. Um den Preis für sich zu gewinnen, wurde die Crème de la Crème der deutschsprachigen Lyrik aufs literarische Spielfeld geschickt – und zwar von zwei Schiedsrichtern, die damit das Endspiel im künstlerischen Wettkampf gewonnen haben: die Autoren Raoul Schrott und Wend Kässens mit ihrer Fußball-Anthologie „Dichter am Ball“. Ins Spiel gebracht wurde die Idee dazu durch einen Aufruf der Hamburger Medienunternehmen ZEIT und NDR-Kultur. Hamburg versteht es, sein Image als Sportstadt mit dem der Kulturmetropole wirksam zu vereinen.
Den Gewinnern – weltoffener Hamburger der eine, praktizierender Weltbürger der andere – gratuliere ich sehr herzlich! Ich freue mich, dass es diesen Preis gibt und wünsche ihm noch viele spannende Finalrunden. Kulturpreise wie dieser bereichern die kreative Szene der Kulturmetropole Hamburg. Sie sind ein Gewinn für uns alle. Die Stifter und Kulturschaffenden zeigen, dass die Stadt ihren guten Ruf souverän zu verteidigen weiß.
